René Schoemakers’ oft großformatige Bilder bestechen durch ihre fotografisch anmutende Genauigkeit. Mithin bewegen sie sich auf der Schnittstelle zwischen augenbestimmter und technisch gefilterter Realitätserfahrung. Einen konzeptuell begründeten iedererkennungswert erreicht der Maler durch die Beschränkung auf wenige Modelle. Gibt auch die eigene Familie im Wesentlichen den Kreis der Bildfiguren vor, so erzeugt Schoemakers doch vielfach irritierende Ordnungen, die nicht selten den Eindruck gemalter Installationen erwecken. Der menschliche Akt wird zum zentralen bildnerischen Medium. Erfahrung von Wirklichkeit erscheint dabei ebenso präsent, wie sie sich einer direkten Vereinnahmung durch den Betrachter entzieht. Banale Bildgegenstände erzeugen nicht selten surreal oder subversiv anmutende Begebenheiten und divergieren mit vorgegebenen Inhalten. Eine Balance, die letztendlich nur im Zustand der Melancholie erträglich ist.
René Schoemakers
Uwe Haupenthal,
René Schoemakers
Soweit. Arbeiten 2003-2012
72 Seiten, zahlreiche farbige Abbildungen, broschiert
Format 22 x 19,5 cm
ISBN 978-3-86530-184-0
Verlag der Kunst
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