InselAlltag

vom 15.08.2017

Das Museum Europäischer Kulturen in Berlin präsentiert vom 25. August 2017 bis zum 2. April 2018 die Ausstellung "InselAlltag. Einblicke in friesische Lebenswelten".

Die Bewohner der Insel Föhr leben seit dem Beginn des 19. Jahrhunderts vom Tourismus, doch auch die Landwirtschaft stellt einen zentralen Erwerbszweig dar. Besonders der Norden der Insel bietet mit seinen Marschen einen fruchtbaren Boden für Ackerland und Weideflächen. Die Fleisch- und Milchproduktion, etwa Käsereien, sind Haupterwerbsquellen. Auch die Pferdehaltung erfreut sich zunehmender Bedeutung. Seit einigen Jahren wird auf der Insel sogar Wein angebaut. Die Geschichte von Föhr ist vom Fischfang geprägt. Besonders der Walfang bedeutete harte und entbehrungsreiche Arbeit, aber oft auch Wohlstand. Krabbenfischer, Fischgarten-Betreiber und Vogelkojen-Pächter waren verbreitete Berufe, die jedoch immer seltener werden.
Ein Markenzeichen der Insel stellt die Föhrer Frauentracht dar. In der Traditionspflege spielt sie eine herausragende Rolle. Von besonderer Bedeutung in ästhetischer, materieller und ideeller Hinsicht ist der Silberschmuck, der zur Sonntags- und Festtracht gehört.
Alltagsobjekte und historische Fotografien aus der Sammlung des MEK sowie Leihgaben aus dem Museum Kunst der Westküste, dem Friesen-Museum und von zahlreichen Föhrerinnen und Föhrern dokumentieren ausschnitthaft den Insel-Alltag.

Zur Ausstellung erscheint die gleichnamige Publikation im Husum Verlag.

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