Jacobsen, Friedrich: Elfe

Friedrich Jacobsen,

Elfe

Roman

Nordfriesland im Roman, Band 18

Hrsg. von Arno Bammé und Thomas Steensen

ca. 192 Seiten, zahlr. Abb., br.

Format 12 x 19 cm

ca. € 9,95

ISBN 978-3-96717-095-5

Husum Verlag

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Im Zentrum der Romanhandlung steht die Lebensgeschichte dreier Menschen aus der friesischen Marsch, die sich von Kindheit an kennen. Erzählt wird sie vom Sohn des Dorfgeistlichen, dem vierten im Bunde, der in den Konflikten zwischen ihnen vermittelt und „Fritz“ genannt wird (Friedrich, der „Friedenskönig“). Der Autor schildert die Restriktionen, die der ständischen Dorfstruktur zugrunde liegen, und, lebenslang verinnerlicht, auch später, in der Großstadt Kiel, nicht aufgebrochen werden können. Er spiegelt sie in den Vornamen der Protagonisten des Handlungsgeschehens. Da ist der „Underdog“ des Dorfes aus dem Armenhaus, stigmatisiert schon durch seinen jüdischen Vornamen „Hiskias“ („Jahwe ist Stärke“), der es zu einigem Wohlstand bringen wird, aber sozial geächtet bleibt. Auch in seinem Bemühen, die Liebe Elfes zu gewinnen, scheitert er. Sie, die fremd von außen ins Dorf gekommen ist, wird Jakob (den „rechten Mann“), den späteren Kapitän zur See ehelichen. „Elfe“, ein eigenständiger, von Elfriede („die Edle, die Friedliche“) abgeleiteter seltener Mädchenname, fand vor allem Verwendung im gehobenen Bildungsbürgertum und bezeichnet ihre herausgehobene Rolle unter den Jugendlichen in der friesischen Marsch. Die dörflichen Familienverhältnisse bestimmen weitgehend die durch sie vorgegebenen Lebensschicksale der darin befangenen Menschen.


 

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