Nachrichten der Verlagsgruppe Husum

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"Alle hin, auweia!"

vom 18.07.2017

2. Juli bis 16. Dezember 2017

Vom 2. Juli bis zum 16. Dezember 2017 erinnert das Museum Landschaft Eiderstedt in St. Peter-Ording unter dem Titel "Alle hin, auweia!" an den Eiderstedter Künstler Hein Hoop, der in diesem Jahr 90 Jahre alt geworden wäre.

Neben seinen bildhauerischen und bildnerischen Werken verfasste Hoop Lyrik, Kleinprosa und Theaterstücke in Hoch- und Plattdeutsch. Eine besondere Rolle spielte seine Nähe zu dem schwedischen Liederdichter Carl Michael Bellmann (1740-1795). Im Laufe der 1960er Jahre erwarben Hoop und seine damalige Frau Gudrun Kinski eine Kate in Katingsiel/Eiderstedt, die Hoop unter dem Namen Galerie Kinski zu einem Kulturzentrum von überregionaler Bedeutung ausbaute.

Ersten Ausstellungen von zeitgenössischen Malern und Grafikern folgten Arbeiten von vor allem politisch engagierten Künstlern. Eine ganz andere Qualität bekamen zukünftige Aktivitäten. Gemeinsam mit Hans Grunenberg entwickelte Hoop eine spezifische Richtung der Land-Art. Varianten wie Performance, Happening oder Body Art wurden zu einer eigentypischen Richtung der Aktionskunst zusammengebracht. Seine exzentrische Persönlichkeit lotete Freiräume des Zusammenlebens aus.

Das "Phänomen Hein Hoop", sein Werk und seine Wirkung, beleuchtet Arno Bammé in seinem Buch Kunst am Meer. Hein Hoop's Damm gegen die Unkultur.

Museum Landschaft Eiderstedt, Olsdorfer Straße 6, 25826 St. Peter-Ording, Tel.: 04863-1226, www.museum-landschaft-eiderstedt.de

"Anna webt Reformation"

vom 29.06.2017

14. Juli 2017 bis 28. Januar 2018

"Anna webt Reformation" heißt die Ausstellung um einen Dithmarscher Teppich aus dem 17. Jahrhundert im Museum Europäischer Kulturen (Staatliche Museen zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz).

Der Teppich, der im Jahr 1667 anlässlich des 150. Jahrestages der Reformation entstand, führt den Betrachter in die historische Alltagswelt seiner Stifterin Anna Bump. Die textilen Bilder auf der Wirkerei offenbaren aber auch die zeitgenössische theologische Weltsicht. Die handwerkliche Arbeit spiegelt flämische und nordniederländische Einflüsse wider, da viele, die wegen ihres Glaubens fliehen mussten, in Norddeutschland eine neue Heimat fanden und ihre Fähigkeiten mitbrachten. Weitere wertvolle zeitgenössische Objekte aus frühem Kircheninventar der Region, textile Vergleichsstücke sowie verschiedene Objekte der Alltagkultur komplettieren die Ausstellung und ermöglichen so einen emotionalen Zugang in die bäuerliche Welt Dithmarschens in der 2. Hälfte des 17. Jahrhunderts.

Das Begleitbuch zur Ausstellung ist im Verlag der Kunst erschienen.

Der Maler und Grafiker Hans Förster

vom 25.06.2017

1. Juni bis Herbst 2017

Anlässlich des 50. Todestages von Hans Förster (1885–1966) widmet das Altonaer Museum - Stiftung Historische Museen Hamburg dem Altonaer Maler und Grafiker eine Ausstellung, die bis zum Herbst 2017 zu sehen ist.


Erstmals wird eine Auswahl aus seinem rund 5000 Objekte umfassenden künstlerischen Nachlass gezeigt, der seit einigen Jahrzehnten im Besitz des Altonaer Museums ist. Die Tusche-, Feder- und Bleistiftzeichnungen und Holzdrucke entstanden in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts und dokumentieren Hamburg und sein ländliches Umland.

Försters bevorzugte Themen waren Straßen und Plätze, Parks und Bauernhöfe, in denen er etwas Typisches zu entdecken glaubte. Die dort lebenden Menschen wurden häufig in die Zeichnungen mit eingebunden. Besonders intensiv dokumentierte der Künstler die materielle Kultur der Vier-und Marschlande. Sein Oeuvre ist Zeugnis seiner tiefen Verbundenheit mit der Region und ihren Bewohnern.

Als Begleitpublikation zur Ausstellung ist Hans Förster. Hamburger Maler, Grafiker, Schriftsteller und rastloser Kunstwanderer im Verlag der Kunst erschienen.

Günther Hornig. Farbe Rhythmus Raum

vom 07.06.2017

Städtische Galerie Dresden - 10. Juni bis 17. September 2017

Günther Hornig (1937 Bitterfeld - 2016 Dresden) zählt mit seinem vielfältigen Oeuvre zu den anregenden Positionen einer abstrakten Kunst in Dresden. Bereits in den 1960er-Jahren experimentierte er mit informellen, teilweise konkreten künstlerischen Formensprachen.

Durch Schichtungen, Überschneidungen und Reihungen setzte Günther Hornig Flächenstrukturen in dialogische Beziehungen, bestimmt von Einklang und Ungleichheit, Ordnung und Chaos. Die Frage nach dem Einfluss einzelner Material- und Farbsegmente auf ganze Strukturgefüge sowie die unaufhörliche Suche nach einer Einheit der Gegensätze sind zentrale Anliegen im Werk des Künstlers.

In einer ersten musealen Retrospektive präsentiert die Städtische Galerie Dresden vom 10. Juni bis zum 17. September 2017 die wichtigen Werkgruppen im Gesamtschaffen des Künstlers: Collagen, Materialbilder, Gemälde, Objekte und Türme.

Der Katalog zur Ausstellung ist im Verlag der Kunst erschienen.

Alles rosa, alles blau?!

vom 07.06.2017

Ausstellung im Industriemuseum Elmshorn bis zum 3. Dezember 2017

Ob Ballspiele auf der Straße, der Lieblingsteddy, sorgsam gehütete Puppen oder die heiß ersehnte Eisenbahn: Mit den Objekten der Kindheit verknüpfen sich zahlreiche Erinnerungen. Mädchen übten sich lange Zeit vor allem als treu sorgende Puppenmütter, Jungen führten Miniatursoldaten an oder tüftelten an technischem Spielzeug. Erst seit den späten 1960er Jahren brachen diese Rollenmuster allmählich auf. Heute vermarkten Spielwarenhersteller ihre Produkte jedoch wieder nach Geschlechtern getrennt.

Die aktuelle Sonderausstellung  widmet sich Mädchen- und Jungenwelten zwischen 1900 und 2000 am Beispiel der Stadt Elmshorn. Anschaulich vermitteln Spielzeug, Fotografien und Erinnerungen einen Einblick in Kinderwelten vom Kaiserreich bis heute. Der gleichnamige Katalog ist im Husum verlag erschienen.


Industriemuseum Elmshorn - Catharinenstraße 1 - 25335 Elmshorn - www.industriemuseum-elmshorn.de


Johannes Hänsch auf Sylt

vom 21.01.2017

Ausstellung im Sylter Heimatmuseum

DIe Ausstellung "Zwischen Meeresbrandung und Wolkentreiben" mit Werken von Johannes Hänsch zeigt das Sylter Heimatmuseum bis zum 2. Dezember 2017.
Der Berliner Maler Johannes Hänsch (1875–1945) bereiste unzählige Male die Insel Sylt. Angeregt von seinen Lehrern Eugen Bracht und Friedrich Kallmorgen setzte er sich dabei intensiv mit der Besonderheit Sylts auseinander. Mit Staffelei und Palette bepackt eroberte Hänsch malend die Insel. Dabei entstanden Seestücke, die sowohl das aufgewühlte Meer als auch die ruhige See thematisieren. Gleichzeitig studierte Hänsch ausgiebig die Sylter Dünenlandschaft. Oft sind jedoch die unterschiedlich dargestellten Himmelsszenarien entscheidend. Stimmungsvoll und atmosphärisch schildert er aufziehendes Gewitter oder schönstes Badewetter mit vorüberziehenden Wolken. Schon zu Studienzeiten unternahm Hänsch mit Malerfreunden zahlreiche Reisen. Auf Sylt traf er sich zum gemeinsamen Malen mit seinem langjährigen Malerfreund Paul Lehmann-Brauns (1885–1970). Auch diese Zusammenkunft ist Thema der Ausstellung mit Arbeiten aus der Sammlung Dr. R. Beetz. Der Katalog erscheint in Kürze im Verlag der Kunst.

Sylter Heimatmuseum - Am Kliff 19, 25980 Sylt/Keitum