Nachrichten der Verlagsgruppe Husum

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Da lacht der Kohlkopf!

vom 11.09.2017

Der Herbst ist Kohlzeit - vor allem in Dithmarschen, Europas größtem geschlossenen Kohlanbaugebiet. Dass hier rund um den Kohl auch der Humor sprießt, beweist Thomas Schleiffs Büchlein Da lacht der Kohlkopf!. Texte daraus sind gemeinsam mit "Kohlkarikaturen" von Florian Huber derzeit im Kultur- und Bürgerhaus in Marne zu sehen. Die Ausstellung läuft noch bis zum 19. November 2017.

 

Kultur- und Bürgerhaus Marne, Schillerstraße 11, 25709 Marne, www.kbh-marne.de

InselAlltag

vom 15.08.2017

Das Museum Europäischer Kulturen in Berlin präsentiert vom 25. August 2017 bis zum 2. April 2018 die Ausstellung "InselAlltag. Einblicke in friesische Lebenswelten".

Die Bewohner der Insel Föhr leben seit dem Beginn des 19. Jahrhunderts vom Tourismus, doch auch die Landwirtschaft stellt einen zentralen Erwerbszweig dar. Besonders der Norden der Insel bietet mit seinen Marschen einen fruchtbaren Boden für Ackerland und Weideflächen. Die Fleisch- und Milchproduktion, etwa Käsereien, sind Haupterwerbsquellen. Auch die Pferdehaltung erfreut sich zunehmender Bedeutung. Seit einigen Jahren wird auf der Insel sogar Wein angebaut. Die Geschichte von Föhr ist vom Fischfang geprägt. Besonders der Walfang bedeutete harte und entbehrungsreiche Arbeit, aber oft auch Wohlstand. Krabbenfischer, Fischgarten-Betreiber und Vogelkojen-Pächter waren verbreitete Berufe, die jedoch immer seltener werden.
Ein Markenzeichen der Insel stellt die Föhrer Frauentracht dar. In der Traditionspflege spielt sie eine herausragende Rolle. Von besonderer Bedeutung in ästhetischer, materieller und ideeller Hinsicht ist der Silberschmuck, der zur Sonntags- und Festtracht gehört.
Alltagsobjekte und historische Fotografien aus der Sammlung des MEK sowie Leihgaben aus dem Museum Kunst der Westküste, dem Friesen-Museum und von zahlreichen Föhrerinnen und Föhrern dokumentieren ausschnitthaft den Insel-Alltag.

Zur Ausstellung erscheint die gleichnamige Publikation im Husum Verlag.

Günter Zachariasen

vom 07.08.2017

8. September bis 21. Oktober 2017

Unter dem Titel "Bis zum Anfang" zeigt das Richard Haizmann Museum Ölbilder und Gouachen Von Günter Zachariasen aus den Jahren zwischen 1980 und 1995. Der Katalog zur Ausstellung ist im Verlag der Kunst erschienen.

 

Richard Haizmann Museum, Rathausplatz 2, 25899 Niebüll

"Alle hin, auweia!"

vom 18.07.2017

2. Juli bis 16. Dezember 2017

Vom 2. Juli bis zum 16. Dezember 2017 erinnert das Museum Landschaft Eiderstedt in St. Peter-Ording unter dem Titel "Alle hin, auweia!" an den Eiderstedter Künstler Hein Hoop, der in diesem Jahr 90 Jahre alt geworden wäre.

Neben seinen bildhauerischen und bildnerischen Werken verfasste Hoop Lyrik, Kleinprosa und Theaterstücke in Hoch- und Plattdeutsch. Eine besondere Rolle spielte seine Nähe zu dem schwedischen Liederdichter Carl Michael Bellmann (1740-1795). Im Laufe der 1960er Jahre erwarben Hoop und seine damalige Frau Gudrun Kinski eine Kate in Katingsiel/Eiderstedt, die Hoop unter dem Namen Galerie Kinski zu einem Kulturzentrum von überregionaler Bedeutung ausbaute.

Ersten Ausstellungen von zeitgenössischen Malern und Grafikern folgten Arbeiten von vor allem politisch engagierten Künstlern. Eine ganz andere Qualität bekamen zukünftige Aktivitäten. Gemeinsam mit Hans Grunenberg entwickelte Hoop eine spezifische Richtung der Land-Art. Varianten wie Performance, Happening oder Body Art wurden zu einer eigentypischen Richtung der Aktionskunst zusammengebracht. Seine exzentrische Persönlichkeit lotete Freiräume des Zusammenlebens aus.

Das "Phänomen Hein Hoop", sein Werk und seine Wirkung, beleuchtet Arno Bammé in seinem Buch Kunst am Meer. Hein Hoop's Damm gegen die Unkultur.

Museum Landschaft Eiderstedt, Olsdorfer Straße 6, 25826 St. Peter-Ording, Tel.: 04863-1226, www.museum-landschaft-eiderstedt.de

"Anna webt Reformation"

vom 29.06.2017

14. Juli 2017 bis 28. Januar 2018

"Anna webt Reformation" heißt die Ausstellung um einen Dithmarscher Teppich aus dem 17. Jahrhundert im Museum Europäischer Kulturen (Staatliche Museen zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz).

Der Teppich, der im Jahr 1667 anlässlich des 150. Jahrestages der Reformation entstand, führt den Betrachter in die historische Alltagswelt seiner Stifterin Anna Bump. Die textilen Bilder auf der Wirkerei offenbaren aber auch die zeitgenössische theologische Weltsicht. Die handwerkliche Arbeit spiegelt flämische und nordniederländische Einflüsse wider, da viele, die wegen ihres Glaubens fliehen mussten, in Norddeutschland eine neue Heimat fanden und ihre Fähigkeiten mitbrachten. Weitere wertvolle zeitgenössische Objekte aus frühem Kircheninventar der Region, textile Vergleichsstücke sowie verschiedene Objekte der Alltagkultur komplettieren die Ausstellung und ermöglichen so einen emotionalen Zugang in die bäuerliche Welt Dithmarschens in der 2. Hälfte des 17. Jahrhunderts.

Das Begleitbuch zur Ausstellung ist im Verlag der Kunst erschienen.

Der Maler und Grafiker Hans Förster

vom 25.06.2017

1. Juni bis Herbst 2017

Anlässlich des 50. Todestages von Hans Förster (1885–1966) widmet das Altonaer Museum - Stiftung Historische Museen Hamburg dem Altonaer Maler und Grafiker eine Ausstellung, die bis zum Herbst 2017 zu sehen ist.


Erstmals wird eine Auswahl aus seinem rund 5000 Objekte umfassenden künstlerischen Nachlass gezeigt, der seit einigen Jahrzehnten im Besitz des Altonaer Museums ist. Die Tusche-, Feder- und Bleistiftzeichnungen und Holzdrucke entstanden in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts und dokumentieren Hamburg und sein ländliches Umland.

Försters bevorzugte Themen waren Straßen und Plätze, Parks und Bauernhöfe, in denen er etwas Typisches zu entdecken glaubte. Die dort lebenden Menschen wurden häufig in die Zeichnungen mit eingebunden. Besonders intensiv dokumentierte der Künstler die materielle Kultur der Vier-und Marschlande. Sein Oeuvre ist Zeugnis seiner tiefen Verbundenheit mit der Region und ihren Bewohnern.

Als Begleitpublikation zur Ausstellung ist Hans Förster. Hamburger Maler, Grafiker, Schriftsteller und rastloser Kunstwanderer im Verlag der Kunst erschienen.