Für viele Menschen ist der Schwibbogen ein erzgebirgischer Weihnachtsleuchter, der in der Adventszeit in zahlreichen Fenstern zu sehen ist. Begonnen hat dieses Weihnachtssymbol als „Werbegeschenk“. Begleitet man seine Entstehungsgeschichten, wirft er ein Schlaglicht auf die Lebenswirklichkeit der schwer arbeitenden einfachen Menschen der Erzgebirgsregion im 18. und 19. Jahrhundert. Das 20. Jahrhundert wird dann gleichsam ein Paukenschlag in der Geschichte des Schwibbogens. Der kleine Leuchter wird zum Politikum. Die beiden deutschen Diktaturen „entdecken“ ihn für ihre Propagandazwecke und schlachten ihn gnadenlos aus. Und diese politische Zweckentfremdung dauert bis heute an. Exemplarisch zeigt der Schwibbogen somit, wie Geschichte sich in Alltagsgegenständen spiegelt.
Der Schwibbogen
Andrea Biernath,
Der Schwibbogen
Zwischen Weihnachtsbrauchtum und Propaganda
94 Seiten, zahlreiche farbige Abbildungen, broschiert
Format 24 x 17 cm
ISBN 978-3-96717-022-1
Husum Verlag
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