Während der Zeit der Weimarer Republik stand die gesamte deutsche Politik im Zeichen der Bemühungen um die Ausführung oder Revision der Bestimmungen des Versailler Vertrags. Auch die fünfte deutsche Nachkriegsregierung unter Reichskanzler Dr. Joseph Wirth war von der Reparationsfrage beherrscht: In Auseinandersetzung mit den wirtschaftlichen Vorschriften wurde hier die Konzeption entwickelt, den Vertragsgegnern die Unmöglichkeit der von ihnen erhobenen Forderungen durch Erfüllung bis an die Grenze des Möglichen zu demonstrieren. Dargestellt werden die Arbeit der Regierung, die innere Verflochtenheit ihrer Aufgaben und ihre Erschwerung durch innere und äußere Hemmnisse im Rahmen der „Erfüllungspolitik“. Während innenpolitische Angelegenheiten nur so weit miteinbezogen werden, als sie für die allgemeine Konzeption der Regierung bedeutsam sind oder die Schwierigkeiten demonstrieren, mit denen sie im eigenen Land zu kämpfen hatte, liegt der thematische Schwerpunkt auf der Außenpolitik. Auch wirtschafts- und finanzpolitische Fragen werden nur im Kontext gesamtpolitischer Entscheidungen berücksichtigt. Eine gesonderte Betrachtung der Aufnahme der Regierungspolitik in der deutschen Presse ermöglicht einen Überblick über die verschiedenen Stellungnahmen in der Bevölkerung zu einzelnen politischen Fragen oder Regierungshandlungen.
Laubach, Ernst: Die Politik der Kabinette Wirth 1921/22
Ernst Laubach,
Die Politik der Kabinette Wirth 1921/22
Historische Studien Nr. 402
344 Seiten, broschiert
ISBN 978-3-7868-1402-3
Matthiesen Verlag
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