Jürgen Litfin

Lebenslauf

Jürgen Wilhelm Litfin, geboren am 31. Januar 1940 in Berlin, besuchte die katholische Schule Wilhelmstraße (Behaimstraße) in Weißensee. Nach Ausbildungen im Handwerk war er als selbstständiger Kommissionshändler, später als Lagerleiter im Kfz-Bereich tätig. Sein Bruder Günter war das erste Maueropfer. Er wurde 1961 bei seinem Versuch, durch den Humboldthafen nach Westberlin in die Freiheit zu schwimmen, von Grenzern erschossen. Im Anschluss verhaftete die Stasi Jürgen Litfin und verhörte ihn. Im Dezember 1980 erfolgte die Verurteilung zu zehn Monaten Stasi-Haft wegen Beihilfe zur Republikflucht. Erst nach dem Freikauf durch die Bundesregierung 1981 gelang die Übersiedlung nach Westberlin. Am 24. August 2003 eröffnete Jürgen Litfin die Günter-Litfin-Gedenkstätte in einem früheren Wachturm in Berlin-Mitte mit Ausstellungen zu den Grenzsicherungsmaßnahmen und zur Situation in Berlin 1961. Das Schicksal seiner Familie und die tragischen Ereignisse an jenem 24. August 1961 schildert er in seinem Buch „Tod durch fremde Hand“.

Bei uns erschienene Titel

Litfin, Jürgen: Tod durch fremde Hand