Sächsisches Hausbuch

Sächsisches Hausbuch
Gute alte Zeit an Elbe und Mulde, in der Lausitz, im Erzgebirge und Vogtland in Bildern und Geschichten, Sagen, Liedern und Gedichten
Hrsg. von Diethard H Klein und Maria Schulte
480 Seiten, zahlreiche Abbildungen, gebunden
Format 21,5 x 15 cm
ISBN 978-3-88042-897-3
Husum Verlag

19,95 

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Mein Sachsen lob’ ich mir wäre in leichter Abwandlung als Titel dieser gleichermaßen unterhaltsamen wie informativen Lesereise durch Sachsen ebenfalls denkbar gewesen. Aber da der vorliegende Band im Rahmen einer mit den alten Bundesländern begonnenen Serie und in gleicher Konzeption erscheint, heißt er eben »Sächsisches Hausbuch«.

Diese durch gut 120 alte Illustrationen ergänzte literarische Reise (der sozusagen zur Einstimmung ein Kapitel zur reichen Geschichte des Landes vorangestellt wurde) führt von der Haupt- und ehemaligen Königsstadt Dresden durch die Täler von Elbe, Zwickauer und Freiberger Mulde, Zschopau, Flöha und Weißer Elster unter Einbezug von Oberlausitz, Erzgebirge und Vogtland in die alte Messe- und Buchstadt Leipzig. Die vielfältigen landschaftlichen Schönheiten kommen dabei gleichermaßen zur Geltung wie die kulturelle, historische und wirtschaftliche Bedeutung der alten Städte Chemnitz, Meißen und Bautzen, Torgau oder Zwickau, aber auch ihrer jüngeren Geschwister Hoyerswerda, Weißwasser und Freital.

Besonderer Wert gelegt wurde, wie bei allen Bänden dieser Reihe, auch hier auf die systematische Berücksichtigung des Gebietes. Schon ein erster Blick in das Ortsregister am Ende des Bandes mit seinen fast 250 Nennungen belegt die (mühevoller Kleinarbeit zu dankende) gleichmäßige Abdeckung des Gesamtgebietes als wesentliche Unterscheidung zu anderen Veröffentlichungen, die sich gewöhnlich auf einige Höhepunkte beschränken, zu denen eine Fülle literarischer Zeugnisse vorliegt.

Die Texte selbst – bei deren Auswahl wir um eine abgewogene Mischung aus anschaulichen Schilderungen wichtiger Ereignisse, informativen Zustandsbeschreibungen aus bestimmten Epochen und stimmungsvollen Darstellungen des Lebens in früherer Zeit bemüht waren – reichen einerseits zurück bis ins vorige Jahrtausend, grenzen aber auch jüngste Entwicklungen nicht aus. Bei ihrer Wiedergabe haben wir gelegentlich der Erhaltung typischen Zeitkolorits Vorrang vor der Anpassung an neuere (nicht neueste!) Schreibweise eingeräumt.

Zu den hier versammelten Autoren zählen fremde Besucher wie Andersen, Atterbom, Chodowiecki, Riesbeck oder Weber ebenso wie einheimische Größen, darunter Richard Wagner, Karl May, Erich Kästner sowie Lessing, Mosen und Rietschel; neben den Klassikern wie Goethe, Schiller, Fichte, Herder, Kleist oder Uhland stehen zeitgenössische Schriftsteller wie Jürgen Fuchs, Stefan Heym, Reiner Kunze, Erich Loest und Brigitte Reimann. Daneben sind aber mit Prosabeiträgen oder Gedichten viele »kleinere Meister« von regionaler Bedeutung zu entdecken, und auch Sagen, Lieder und Gedichte tragen das Ihre zu diesem Stimmungsbild eines Landes bei.

Besonders verwiesen sei auf den informativen Anhang (ab Seite 453) mit einem chronologischen Abriß der Geschichte Sachsens, ausführlichen Stichworten zu den Autoren, einem umfangreichen Verzeichnis der herangezogenen Quellen und dem schon erwähnten Ortsregister.

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